Befristung und Verlängerung von Mietverträgen:

Prinzipiell muss zwischen Mietverhältnissen im Voll- und Teilanwendungsbereich des MRG und den zur Gänze vom MRG ausgenommenen Mietverhältnissen unterschieden werden.

Voll- und Teilanwendungsbereich des MRG:

Mietverträge müssen eine Mindestbefristung von 3 Jahren aufweisen, eine längere Befristung ist ebenfalls möglich, eine kürzere Befristung führt dazu, dass der Mietvertrag als unbefristet abgeschlossen gilt.

 

Eine Verlängerung des Mietvertrages muss ebenfalls wieder auf mindestens 3 Jahre erfolgen. Diese kann einmalig mündlich erfolgen. (für eine mündliche Verlängerung fällt keine Vergebührung an das Finanzamt an) Wenn nach dem nächsten Ablauf des mündlich verlängerten Vertrages jedoch keine neue schriftliche Verlängerung durchgeführt wird, wandelt sich der Mietvertrag in einen unbefristet Vertrag um.

Wird das Ende des Mietvertrages übersehen, verlängert sich das Mietverhältnis einmalig um 3 Jahre (gleicht einer mündl. Verlängerung). Wird die Frist aber ein zweites Mal übersehen, dann gilt der Mietvertrag auf unbestimmte Zeit.

Mehrere schriftliche Verlängerungen sind unter Beachtung der Mindestbefristung möglich.

Zur Gänze vom MRG ausgenommene Mietverhältnisse:

Diese unterliegen keinen gesetzlichen Beschränkungen und können hinsichtlich der Befristung frei gestaltet werden.

   
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