Handwerkerbonus - Förderung für Renovierung, Erhaltung und Modernisierung von Eigentums- oder Mietwohnungen:Handwerker

    • Förderbar sind die Renovierung, Erhaltung und Modernisierung von im Inland gelegenem Wohnraum sowie dessen Außenhaut
    • Förderungsfähig sind 20 % der Kosten für Arbeitsleistungen und Fahrtkosten (nicht: Materialkosten) in Höhe von max. € 3.000,- (ohne Umsatzsteuer)
    • Arbeitsleistungen und Fahrtkosten müssen in den Endrechnungen gesondert ausgewiesen sein
    • Somit beträgt die Förderung pro Person, Wohneinheit und Jahr max. € 600,-
    • Die leistenden Unternehmen müssen über eine entsprechende Gewerbeberechtigung verfügen
    • Die Handwerkerrechnung muss per Banküberweisung bezahlt worden sein

Gefördert werden handwerkliche Tätigkeiten für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, z.B.:

 

  • Erneuerung/Dämmung von Dächern und Fassaden sowie Spenglerarbeiten
  • Austausch von Fenstern
  • Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen
  • Sanierung von Sanitäranlagen
  • Austausch von Bodenbelägen (z.B. Teppichboden, Parkett, Fliesen)
  • Malerarbeiten
  • Verlegung von Wand- und Bodenfliesen
  • Arbeiten an Einbaumöbeln inklusive deren Austausch (z.B. Einbauküche)
  • Wartungsarbeiten, insofern diese nicht gesetzlich oder behördlich vorgeschrieben sind, z.B. Wartung von Heizungsanlagen

Nicht förderungsfähig:

  • Neubaumaßnahmen und Erweiterung von bestehendem Wohnraum (z.B. Verglasung einer Loggia, wodurch neuer Wohnraum entsteht)
  • Arbeiten an Außenanlagen bzw. nicht zu Wohnzwecken genutzten Gebäudeteilen (z.B. Garagen, Pools, Einfriedungen)
  • Gutachtertätigkeiten (z.B. Mess- und Prüfdienste)
  • aufgrund behördlicher Auflagen durchgeführte Arbeitsleistungen (z.B. Rauchfangkehrerarbeiten
  • Ablesedienste und Abrechnung bei Verbrauchszählern (Strom, Gas, Wasser, Heizung, usw.)
  • bereits von Versicherung erstattete Leistungen

Voraussetzungen:

Nur natürliche Personen (keine Eigentümergemeinschaften!!) können einen Förderantrag stellen. Dabei ist zu beachten, dass pro Kalenderjahr, Förderungswerber und Wohneinheit grundsätzlich nur ein Antrag gestellt werden kann, auch wenn der maximale Förderbetrag von € 600,- noch nicht ausgeschöpft wurde. Auch mehrere Endrechnungen können in einem Förderantrag zusammengefasst werden. Es ist zu berücksichtigen, dass aus verwaltungstechnischen Gründen als minimaler Rechnungsbetrag € 200,- festgelegt ist.

Die durchgeführten Arbeitsleistungen müssen nach dem 30. Juni 2014 und vor dem 1. Jänner 2016 erbracht worden sein. Sollten Leistungen über den Jahreswechsel erfolgt sein, ist zu beachten, dass für 2014 und 2015 zwei gesonderte Förderanträge abzugeben sind.

Beim geförderten Wohnobjekt muss es sich um einen Haupt- oder Nebensitz handeln, welcher tatsächlich zu Wohnzwecken genutzt wird und in Österreich liegt.

Die Bezahlung der Handwerkerrechnung muss per Banküberweisung erfolgen. Der Förderungswerber darf keine sonstigen Förderungen (wie geförderte Darlehen, steuerfreie Zuschüsse, Steuerbegünstigungen, Geltendmachung von Werbungskosten oder Sonderausgaben) für die in Anspruch genommenen Arbeitsleistungen geltend machen, da sonst eine Doppelförderung vorliegen würde. Dies ist im Förderantrag schriftlich zu bestätigen. Bei Verstoß ist die Förderung zurückzuzahlen.

Einreichung des Förderungsansuchens

Das vollständige Förderungsansuchen muss für Arbeitsleistungen im Kalenderjahr 2014 bis Ende Februar 2015 bzw. für Arbeitsleistungen im Kalenderjahr 2015 bis Ende Februar 2016 bei den Zentralen der Bausparkassen eingebracht werden. Die Antragstellung hat vorzugsweise per E-Mail oder Fax zu erfolgen.

Es ist jedoch auch eine Abgabe in den zum Vertriebsnetzwerk der Bausparkassen gehörenden Filialen oder eine Übermittlung per Post möglich.

Eine Förderung wird nur dann gewährt, wenn das Ansuchen vollständig ausgefüllt und die erforderlichen Unterlagen beigelegt werden:

  1. Familienname und Vorname
  2. Geschlecht
  3. Geburtsdatum und Sozialversicherungsnummer
  4. Postanschrift
  5. E-Mail-Adresse, wenn vorhanden
  6. Bankverbindung
  7. Adresse des Förderobjekts
  8. Kopie des Meldezettels
  9. Kopie der Endrechnung der Arbeitsleistungen
  10. Nachweis der erfolgten Überweisung (z.B. Kontoauszug, Überweisungsbeleg)
  11. Datum und Unterschrift

Kontrollmaßnahmen und Aufbewahrungserfordernisse

Die Abwicklungsstelle ist dazu berechtigt, stichprobenartige Überprüfungen vorzunehmen, um die Einhaltung der Förderbestimmungen zu kontrollieren. Dabei können auch Vorort-Prüfungen in der Wohnung des Förderungswerbers vorgenommen werden. Der Förderungswerber ist verpflichtet, die mit der Förderung in Zusammenhang stehenden Unterlagen 7 Jahre aufzubewahren und gegebenenfalls im Nachhinein schwer feststellbare Arbeiten (z.B. Verlegen von Kabeln in der Wand) mit Foto zu dokumentieren.

   
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