Information zur Eichpflicht von Messgeräten:Innerstaatliche Eichung

Was ist eichpflichtig?

In Österreich gilt für die Eichpflicht das Maß- und Eichgesetz (MEG). Alle Messgeräte (z.B. Wasserzähler, Wärmezähler..), die in irgendeiner Weise zur Verrechnung (z.B. Lieferung von Wasser oder Wärme, Abwasserentsorgung, Aufteilung der verbrauchsabhängigen Kosten zwischen den Mietern/Eigentümern) herangezogen werden, unterliegen der gesetzlichen Eichpflicht.

Bei Wohnanlagen mit einer internen Verteilung (Subzähler) und entsprechender Abrechnung ist die Hausverwaltung bzw. die Eigentümergemeinschaft dafür verantwortlich, weil diese die Anzeige der Messgeräte der Verrechnung zugrunde legt.

 

Kunden (Wasserabnehmer, Wärmeabnehmer) haben eine Verpflichtung zur Mitwirkung, indem sie den periodischen Austausch der Messgeräte ermöglichen müssen.

Messgeräte, die eine eichtechnische Prüfung bestanden haben erhalten einen Eichstempel (Konformitätskennzeichnung) und gelten als geeicht. Nur in diesem Zustand dürfen sie eingebaut und zur Verrechnung verwendet werden. Auch etwaige anders lautende Beschlüsse oder Vereinbarungen von Wohnungseigentümern,  Hausverwaltungen, Gemeinderäten oder anderen Institutionen können diese Bestimmungen des Maß- und Eichgesetzes (MEG) nicht außer Kraft setzen.

Wann muss ein Zähler geeicht werden?

Die Nacheichfrist für diese Messgeräte beträgt fünf Jahre und beginnt mit dem der Eichung folgendem Kalenderjahr.

Folgen der Unterlassung der Eichung:

Mitarbeiter des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen (BEV) führen laufend stichprobenweise Kontrollen durch. Ordnungswidrigkeiten können von der Bezirksverwaltungsbehörde als Verwaltungsübertretung mit einer Geldbuße von bis zu € 10.900,-- bestraft werden.

 

   
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